Genau richtig

Cool Cool Cool Coooool!!!

Jeder sollte es kennen. Sollte … Nein, Jeder MUSS es kennen. Das Eine. Was packt und haftet. Was einmal drin ist und drin bleibt. Sich einnistet, Wurzel schlägt, wächst und sich entfaltet. Das BÄM. Das hatte ich gerade, mein BÄM. Mein eigenes, schönes, wummernden BÄM und wer dabei war, der hat dieses BÄM auch gesehen, gehört und erlebt. Denn gekracht hat es wirklich, es war laut und plötzlich, fesselnd, treffend, bewegend und dramatisch. Unglaublich, aber ich berichte, spreche, schreibe hier tatsächlich nicht von einer Rafting Tour oder Achterbahnfahrt. Die Rede ist von einer …. Vorlesung!

Meine Finger treiben mich dazu, noch drei weitere Ausrufezeichen dahinterzupflanzen, aber nein, Ausrufezeichen sind keine Rudeltiere, es ist nur eins. Eins reicht. Es ist ein Ausruf, DER Ausruf.

Wenn man das Gefühl hat, jemand spricht einem aus der Seele – in die Seele hinein, verpackt es raffinierter und schöner als man es selber jemals könnte und gibt es zurück, mit Gänsehaut obendrauf und infiziert dich damit mit Ideen und Faszination, dann ist das etwas wirklich Seltenes. Dann ist die Zeit und der Raum genau da, wo es sein soll. Und du bist da, wo du sein sollst. Dort treffen sich Eins und Eins und tanzen miteinander, es ist wie Mozart am Klavier, wie das Loch im Käse, wie die zwei H’s am O und wie die Schallwelle am Trommelfell. Dann ist das Gefühl genau da, wo es nicht missverstanden werden kann.

Denn…ist es dort, wo ich jetzt bin. Genau richtig.

 

N.

“Gibt’s Studirabatt?”

Irgendwie scheint es doch absurd, dass ich es nicht geschafft habe im vergangenen letzten Jahr zu einem der doch vielen, turbulenten, mitreißenden Ereignisse, Erfahrungen, Weltauf- und Untergänge auch nur ein einziges Wort niederzutippen aber…zu dem was nun jetzt passiert, passieren wird… dafür schon. Wobei, wenn ich es mir genauer überlege… vielleicht auch nicht.

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Für mich beginnt jetzt tatsächlich ein neuer Abschnitt. Ein Abschnitt nach ewigem Hin- und Her (vermutlich habe ich mich um die fünf mal umentschieden), nach nervenzerreißenden Nächten und Tagen, nach chaotischen 15 Monaten in denen ich in ständiger Begleitung von einem…achwas, nein – bestimmt von 20 Fragezeichen durch diese wilde Welt gewandert bin, haben sich jetzt einige von diesen Fragezeichen tatsächlich in ein Komma verwandelt. Kein – was mach ich jetzt? – Und wo? – Wann? – Wieso überhaupt? – Und klappt das dann auch? – Ist es das Richtige?

Ich studiere – in Hamburg – Media Systems – Weil…nun. Weil es sich richtig anfühlt. Ein erneutes Danke an mein Bauchgefühl. Sollte doch reichen als Antwort. Oder?

Einige meiner fraglichen Begleiter bleiben stehts weiter bei mir, die werde ich wohl niemals los, aber warum auch. Einst sagte doch Oscar Wilde:

Die Ungewißheit ist es, die uns reizt. Denn der Nebel macht die Dinge wunderschön.

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Solange ich die Hand vor Augen sehe und nicht gegen Wände renn, so soll er Recht behalten, dieser Oscar. Mal sehen wie wunderschön so ein Nebel voller Input wirklich ist :-)

N.

Neuanfang

Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich eine kleine Idee. Wie in “INCEPTION” (So ganz nebenbei, ein wirklich sehenswerter Film, eine unglaubliche Story, exzellente Schauspieler und nicht zu vergessen, die visuelle Umsetzung ist unbeschreiblich) so schön formuliert, was ist der hochgradig ansteckendste Virus, den es gibt? Ein Gedanke. Denn er kann sich formen, anpassen und entwickelt, er lenkt und beeinflusst, lässt uns tanzen und fallen, wie die Puppe im Theater. Ist er erstmals anwesend, gibt es kein Zurück mehr. Das wars. Er ist da. Einfach so. Oder nicht einfach so, die Wege in unser Hirn sind mehr als merkwürdig und einzigartig, manchmal absolut nachvollziehbar und andernfalls komplett sinnfrei. Nur haben all diese Wege etwas gemeinsam. Es sind Einbahnstraßen.

frohNun, um nicht abzuschweifen, mein Gedanke wurde zur Idee, die Idee zur Gestalt, die Gestalt zur Tat und nun, nachdem sich auch Gelegenheit und Möglichkeit die Hand gegeben haben… Bin ich in Hamburg. Endlich. Und einfach mal so.

Einiges durfte ich mir anhören, von Familie und Freunden, von Nachbarn und Arbeitskollegen und irgendwann, nach all den Fragen hat sich eine Standard Antwort eingependelt, da es immer noch so schwer ist seiner Idee und der Gefühlswelt dahinter Worte zu verleihen, die andere verstehen und nachvollziehen können… die einfacher nicht sein könnte. “Warum nicht?”

Ernsthaft. Stellt man sich nur so ungefähr die Größe dieser Welt vor (149,4 Millionen km² – etwa 23,33 Milliarden Fußballfelder), ihrer Länder (um die 255), oder nur die Städte in Deutschland (2064) und die Möglichkeiten auf ihr (unendlich) ist es doch eigentlich nahezu verwerflich, wenn ich bei dem heutigen Durchschnittsalter einer Frau (ca. 82 Jahre) mein Leben in nur einer einzigen….einer einzigen !! Stadt verbringen soll! ?? Hallo? Das ist doch genauso wie… als hätte Frau nur ein einziges Paar Schuhe.

Geht gar nicht. Also. Wenn du was von der Welt sehen willst: Koffer packen, Auto mieten und los.

Denn NICHTS bereuen wir Menschen so sehr, wie irgendwann mal etwas “nicht getan” zu haben.

N.

Intuition

Ein starkes Wort, sollte man sich doch einmal auf der Zunge zergehen lassen.

Intuition. Klingt richtig mystisch und beeindruckend, klingt nach etwas Höherem und Machtvollen, klingt nach einem starken Gefühl, dessen Ursprung nicht erkenntlich zu sein scheint und trotzdem ist es so gegenwärtig, dass es fast einschüchternd wirkt.

Einfach etwas, da lässt sich gar nichts dagegen sagen. Quasi, die beste Ausrede für so ziemlich Alles. Vor einiger Zeit lernte ich auf einer äußerst schmerzlichen Ebene, dass das mulmige Gefühl, was mich stets begleitet hat, auch wirklich seinen Grund hatte. Noch bevor ich überhaupt verstand, was da eigentlich um mich herum passiert, wusste mein Bauchgefühl schon längst, was geschah und was nicht stimmte. Fast gruselig. Nein, es war tatsächlich leicht beängstigend. Und doch, befreiend. Denn zu wissen, dass du nicht alleine bist, dass es da tausend Zellen gibt, die es einfach besser wissen, was gut und schlecht ist, das ist tatsächlich sehr befreiend. Du musst dich nicht in aller Logik 100%ig entscheiden und deinem Bewusstsein so viel abverlangen. Du hast Hilfe. Und diese Hilfe, die weiß es einfach. Die weiß es besser. Also…naja, bietet sich fast an, sich zurück zu lehnen, und genau darauf zu vertrauen.

„Verlass dich ruhig auf deine Ahnungen. Sie beruhen gewöhnlich auf dicht unterhalb der Bewußtseinsschwelle registrierten Fakten.” (Joyce Brothers)

Beruhigend.

 

N.

Einmal zurück

Manchmal…da schweift der Blick ab.

Weit weg, zurück, dorthin, was nie sein könnte, da es bereits gewesen ist. Weil es Das geworden ist, auf was ich zurück blicken kann, zu dem Teil der Vergangenheit, der nicht nach Wiederholung schreit. Sehnlichst. Schmerzvoll. Glücklich und betrübt zugleich, manchmal wie durch einen Schleier der Gefühle, der mir damals die klare Sicht verwehrte.

Und dann wieder voller Klarheit und Verständnis, denn nie hätte es anders laufen sollen, können…müssen.

Und doch bleibt ein bitterer Nachgeschmack, eine blasse Narbe, schimmert und dem Schmerz zu sehr vertraut, ständig und überall, es frisst sich durch, will nie vergessen werden, ist irgendwo präsent und im falschen Augenblick…zu machtvoll, zu sehr im Hier und Jetzt, wo es nichts zu suchen hat.

Manchmal, da sind es nur Scherben schwacher Erinnerung….und manchmal…

…die ganze Welt.

 

N.

Klappt nicht – Na und?

Vor nicht allzu langer Zeit, um genau zu sein, vor einigen Minuten, spielte ich im Schnelldurchlauf meine vergangenen Wochenerlebnisse im Kopf noch einmal ab. Erstaunlich.

Erst jetzt wird mir klar, wie wenig eigentlich so verlaufen ist, wie ich es erhofft hatte.

“Wenig” scheint mir sogar etwas übertrieben. Eigentlich gar Nichts. Das wirklich Bemerkenswerte aber….wie wenig es mir hingegen ausmachte. Eigentlich….gar Nichts.

Voilà!

endlichDer offizielle Sieg des fiktiven Optimismus über den realiteren Pessimismus. Eins zu Null für Mich.

 

Bekanntlich kommt ja Hochmut kurz vor dem Fall. Aber zählt es denn jetzt wirklich zu Hochmut, wenn doch alles schief gegangen ist? Muss ich jetzt Angst haben? Und wenn ja, dann wovor? Dass alles noch einmal den verkehrten Weg einschlägt? Nun.

Das hatten wir ja schon.

Also doch: Eins zu Null. Für Mich. :-)

 

N.

 

Leeres Blatt

Liebe Idee.

Ich weiß schon wie das mit dir abläuft. Mit dir und mir. Zuerst wissen wir nichts voneinander, jeder schwebt so vor sich hin…dann, nach dem ersten kleinen Suchen, nach dem Finden eines Streichholzes, nach dem Faden der Idee, irgendwann beginnt ein kurzes Interessenfünkchen zu glühen und knistern, bis es sichtbar zur Glut und einem kleinen Feuer entfacht, welches sich plötzlich weit verbreitet und in jede kreative Zelle meines Gehirns eindringt und da schließlich Gestalt annimmt. Dann geht es nicht schnell genug, das alles aufs Papier zu brennen, zu kritzeln, malen, zeichnen oder tupfen, Hauptsache es ist raus.

Ja, genauso sollte es sein. Und war es auch. Und wird es auch.

Aber jetzt sitze ich hier vor einem leeren Blatt Papier – seit gefühlten 72 Stunden.

Liebe Idee. Wir wissen doch wie das endet. Hat keinen Sinn das ganze Versteckspiel, immer hin und her und wieder zurück und doch wieder weg. Wir kennen uns doch schon fast.

Nur manchmal…weißt du…da ersehne ich das Ende ein klein bisschen mehr als du.

Warum?

Ganz einfach.stress

Mein Lehrer wartet.

 

N.

Bakterius Infizus

Unfassbar!dead

Unfassbar wie mich etwas in die Knie zwingt, mich liegen und leiden lässt und völlig aus der Bahn wirft.

Etwas, was so viel kleiner ist, als ich. Wobei ich mir unsicher bin, ob “klein” wirklich das treffendste Wort ist.

Denn klein ist für gewöhnlich nicht die Bezeichnung für etwas – fürs blanke Auge – unsichtbares. Klein ist etwas schwer erkennbares, oder für dessen Verhältnisse eben nicht groß genug.

Vielleicht die Relation von Mensch und Erde.

Wobei…. selbst da geht viel kaputt.

Damit gute Besserung. An die Erde und an alle anderen.

 

N.

Stumme Fenster

Ich sitze am Fenster, am offenen Fenster und hab den Blick irgendwo auf einen fernen Punkt gerichtet, es ist kalt draußen und regnerisch. Leise, gedämpfte Tropfen sind irgendwo zu hören, vielleicht sind es auch nur sanfte Schritte einer Katze oder ein belangloses Stück Papier, was hilflos im Winde flattert. Alles scheint sich zu bewegen, in einem natürlichen Rhythmus der Natur, so normal und entspannend, so fernab von jedem Einfluss, nichts hat eine Wirkung, Nichts scheint dieser fast reinen Musik den Takt zu rauben.

Es scheint so perfekt, wären da nich so viele… Fenster. Stumme Fenster, stumme Beobachter und unvernehmbare Bewohner, die sich einfach eingeschlichen haben und fast, aber nur fast unmerkbar eingefügt haben, in diese Bild, in dieses Schauspiel was sich meinen Augen bietet.

Tonlos scheint das Leben dahinter, mystisch und geheimnisvoll doch bis zu einem gewissen Grad auch offen und sichtbar, die Grenze ist kaum zu bemerken. Was seh ich, was passiert da?

Das Licht – es ist das Licht, mal an, mal aus. Die Pflanzen am Fensterbrett sind unterschiedlich, mal groß, mal klein, mal gar nicht da. Vorhänge sind bunt, oder nur weiß, vielleicht auch schwarz, auch wenn eher selten. Das wars. Doch, hin und wieder öffnet sich eines dieser Fenster, genauso wie meines, ein weiterer Blick schweift durch dieses Festspiel, nur um sich nach einiger kurzen Zeit wieder zu schließen. Zu verstummen. Sich abzukapseln, nur ein kleines Inneres seiner selbst zu zeigen, um sich dem zu widmen was wichtig zu sein scheint. Ist es das Innere? Oder das Schauspiel davor, draußen und mittendrin.

Irgendwo und irgendwie sind da ganz viele Grenzen und die machen mir Angst. Denn Grenzen bedeuten so vieles. Manchmal zu viel, zu eng und zu “tonlos”. Also öffne ich ein Fenster, um da hinauszustoßen, um sich der Freiheit zu ersehnen, um sich in gewisser Weise mit der Unendlichkeit zu verbinden.

Auch wenn es kalt ist. Und dunkel.

N.

Dreizehn

Nun, ich gebe zu, hin und wieder (wenn nicht sogar dauerhaft) eine leichte Tendenz zur Neugier zu entwickeln, so … hin und wieder eben. Was meine Besucher angeht – diesmal im speziellen.

Heute durfte ich überraschend feststellen, dass die Besucheranzahl auf ganze… und wir reden hier vom zweistelligen Betrag…. Dreizehn Besucher angewachsen ist. Klar freu ich mich! =)

Ob nun auch alle Dreizehn nur mal reingeklickt haben oder sich die Zeit nahmen ein bisschen rumzustöbern, das sagt mir mein tolles Analytic Programm leider nicht, aber immerhin. Dreizehn Menschen hier auf der Welt (Brasilien und Norddeutschland mit inbegriffen) haben für einen kleinen Augenblick an diese Seite dedacht und haben den Gedanken in eine Tat umgesetzt.

Das find ich toll. Danke an euch Dreizehn. Deswegen auch dreizehn liebe Grüße, ganz speziell an euch… ;-)

N.